Caral - Soziale, Politische, und Wirtschaftliche Organisation
Religion und Regierung
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Für manche ist das Vorhandensein einer militärischen Macht unerlässlich, um die Existenz einer staatlichen Organisation zu beweisen. Doch der erste Staat hatte keine Feinde mit denen er hätte konkurrrieren müssen. Seine Macht bestand in der Fähigkeit unterschiedliche Gruppen unter einer Ideologie zu einen.
In den verschiedenen Gebäuden, seien es nun Wohnhäuser oder öffentliche Gebäude, findet man Feuerstellen zum Verbrennen von Opfergaben. Ein allgemeiner Brauch, der das Feuer als Komunikationsmittel mit den Göttern betrachtete.
Die grosse Anzahl an Tempeln und die erkennbar häufigen Umgestaltungen beweisen ein dynamisches religiöses System, das sich ständig erneuert, sowie die Macht der Religion innerhalb der Gesellschaft. Es zeigt die umfangreiche Arbeit der Bevölkerung, um die Gunst der Götter zu erhalten.
In den Häusern baute man Atrien kleineren Masstabs. Sie glichen denen, die man in den Tempeln fand.
Die Religion war die Macht, die dieser erste Staat benutzte, um Arbeits- und soziale Disziplin einzuführen. Die Herrschenden waren Priester, Administratoren und Wissenschaftler. Sie waren für die Zeremonien zuständig und leiteten Feierlichkeiten und öffentliche Rituale. Sie organisierten kollektive Arbeiten, verwalteten die eingenommenen Güter, verglichen die astronomischen Daten, und erarbeiteten Kalender, um die Aktivitäten der Bevölkerung danach auszurichten. Andererseits anerkannten Bauern und Fischer die Macht ihrer Regierenden durch Tributzahlungen in Form von zusätzlicher Arbeit und Dienstleistungen zum Wohl der herrschenden Klasse.
Man war der allgemeinen Überzeugung, dass die Götter sie gelehrt hätten, die Felder zu bestellen, Kanäle zu trassieren, Pflanzen zu säen und Grenzsteine zu errichten. Deshalb war es notwendig Versöhnungsrituale durchzuführen und den Zeremonialkalender, wie die Riten für Sonne, Wasser und Erde zu erfüllen. Alle diese häuslichen, produktiven, Bau-, Verwaltungs- und Regierungstätigkeiten, die in Caral stattfanden, waren in der einen oder anderen Weise mit Gaben, Zeremonien, Ritualen und Opfern verbunden.
Man fand verschiedene Opfergaben in zeremoniellem Kontext und in den Füllungen der Bauten:
- Ungebrannte Tonfiguren, die Grabstätten symbolisierten. Sie stellten hauptsächlich Frauen dar und stehen mit Versöhnungs- und Fruchtbarkeitsritualen in Beziehung.
- Verbrannte Textilien und Körbe
- Verbrannte Nahrungsmittel
- Gewebte Kreuze oder“Gottesaugen“
- Grabstätten von Kindern oder Erwachsenen, einige trugen Halsketten, ein Hinweis auf ihren hohen Rang.
- Stücke, Steinsplitter oder Fragmente von Halbedelsteinen wie Spondylus sp., und Quarz.
- Blätter, Kürbisgefässe.
- Miteinander verflochtene Pflanzen.
- Klumpen aus Weidenblättern.
- Die Muschelart Choromytilus chorus mit menschlichen Haaren, Quarz.
- Farbstoffe
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Amphitheater
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